Laura und Marie


         Es dauert nur eine Minute, sich in jemanden 

zu verlieben,

         eine Stunde, um jemanden zu mögen



             und einige Tage, um jemanden zu lieben.



  Dagegen dauert es ein Leben lang, jemanden 



zu vergessen

                                                             
(unbekannter Verfasser)







 Novum Pro Publishing Verlag, Östereich
 erschienen November/2013
 ISBN 978-3-99038-030-7





Sage nie, du seist arm, weil deine Liebe verschmäht wurde. Nur der ist arm, der nie geliebt hat.









Chuck Spezzano sagt: "Heute ist der Tag, dein Jammern zu heilen. Wer jammert übernimmt keine Verantwortung für sein Leben und seine Lebenssituation, sondern möchte, dass ein anderer sie übernimmt und sich um ihn kümmert. Versuche die Wahrheit zu akzeptieren, gib Liebe und Verständnis und  der Himmel wird dich unterstützen".






Leseprobe aus Laura und Marie

Leise schwappen die Wellen ans Ufer. Weit draußen fährt ein großes, weißes Schiff vorbei. Der Himmel ist blassblau, fast schon hellgrau. Der Wind wirft kleine Sandkörner auf meine nackten Arme. Die Finger graben im Sand, oder suchen sie einen Halt? Ich sitze am Strand von Djerba und beobachte meine Jana, die auf einem schwarzen Pferd den Strand entlang trabt. In meinen Augenwinkeln hängen Tränen und in meinem Kopf ist nur ein Name: Marie.

Was ist mit mir passiert? Ich war so glücklich mit ihr. Zwei Freundinnen. Ein Wunder, in unserem Alter noch so eine  Erfahrung zu machen. Was haben wir gelacht und uns unser Herz ausgeschüttet. Blicke, die sich suchten und fanden, ein Lächeln, in dem sich unsere Seelen austauschten und über allem ein Verstehen, ein Wissen, der anderen alles erzählen zu können und ernst genommen zu werden. Unsere Träume, irgendwo am Strand unter südlicher Sonne eine WG zu gründen und gemeinsam in den Sonnenuntergang zu träumen. Nachts, als Ruhe einkehrte, die Mails, die hin und her liefen. „Was denkst Du ……“?, „meinst Du, ich kann …?“ oder „schau, was ich gefunden habe: ,Hat ein des Rechnens unkundiger Mensch kein Recht, wenn er ein vierblättriges Kleeblatt findet, glücklich zu sein’? Schöne Idee – oder“? Die Fürsorge: „Oh, hab ich Durst, ich muss mir was zu trinken kaufen“. „Lass, ich hab Dir doch schon ein Glas hingestellt …“.

So unbeschwert, so schön, sooo unendlich lange her. Der Tag, als Marie sich verabschiedete und ins Auto stieg, um mit ihrem Freund in Urlaub zu fahren, hatte ich die Hände nach ihr ausgestreckt: „Bitte, bitte, geh nicht weg. Lass mich nicht allein. Komm zurück.“
Aber Marie kam nicht zurück. Da standen zum ersten Mal Tränen in meinen Augen. Ich hatte Maries Handynummer und schickte ihr nach einem Tag einen Gruß hinterher: „Wo bist Du? Vergiss mich nicht. Melde Dich!“  Aber Marie meldete sich nicht. Nicht nach einer Woche, nicht nach zwei. Inzwischen hatte ich schon mindestens zehn SMS geschrieben. „Bitte melde Dich! Sag mir, dass Du an mich denkst“.







Manchmal reicht ein Leben nicht.

Spezzano sagt: "Ändere deine Wahrnehmung".


Das ist eine schlichte Wahrheit und sicher die Lösung aller Probleme. Die Frage ist nur, wie macht man das? Weiß jemand wie das geht. Mit autogenem Training? Mit Selbstsuggestion?

Keine Kommentare: